Archiv für die Kategorie „Lahn-Dill-Kreis“

Die Aartalsperre wird „trocken gelegt“

ablass-aartalseeAngelsportverein organisiert das Umsetzten des Fischbestandes

Wetzlar/Dillenburg, 4. August 2011 - Die vorrangig dem Hochwasserschutz dienende Aartalsperre ist die größte Talsperre im Kreisgebiet. Wie der Erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Hofmann mitteilt, ist die Stauanlage nach nunmehr 19 Betriebsjahren einer vertieften Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen.

Die seit einiger Zeit laufenden vorbereitenden Arbeiten werden in Kürze auch für die Öffentlichkeit sichtbar. Ab dem 22. August 2011 wird ein Teil der Hauptsperre abgelassen, um eine Überprüfung der Bauwerke im Bereich des Hauptdammes zu ermöglichen.

Der Zeitpunkt für die Entleerung der Talsperre wurde mit den zu beteiligenden Fachbehörden sowohl unter ökologischen als auch unter ökonomischen Gesichtspunkten abgestimmt. Um den Umfang der Beeinträchtigungen zu minimieren, wird der ehemalige Verbindungsweg zwischen Bischoffen und Ahrdt als Behelfsdamm hergerichtet. Dies hat zur Folge, dass nur der vordere Teil der Hauptsperre vollständig trocken gelegt wird. Die so verbleibende Restwasserfläche dient als Rückzugsraum für den Fisch- und Krebsbestand.

Der Erste Kreisbeigeordnete zeigt sich erfreut, dass der ortsansässige Angelsportverein im Sinne des Tierschutzes den Ablassvorgang begleitet. So ist unter anderem Anfang September eine Abfischaktion geplant um Fische, Krebse und Muscheln für den Untersuchungszeitraum in den oberen Teil der Aartalsperre umzusetzen.

Für die Überprüfung von Hauptdamm und Überlaufbauwerk sowie für dringende Reparaturarbeiten ist ein Zeitraum bis Ende Oktober veranschlagt. Sodann ist der Wiedereinstau vorgesehen. Sollten im Rahmen der Überprüfung Schäden festgestellt werden, die nicht kurzfristig behoben werden können, hat dies ein erneutes Ablassen der Aartalsperre in den nächsten Jahren zur Folge.

Für die Zeit vom Ablassen der Aartalsperre bis zum Wiedereinstau ist eine Freizeitnutzung nicht möglich.Wolfgang Hofmann warnt ausdrücklich, dass ein Betreten des Behelfsdammes und der trocken gelegten Bereiche aus Sicherheitsgründen verboten ist.

Sobald die Überprüfung der Hauptsperre abgeschlossen ist, folgen noch Untersuchungen im Bereich der Vorsperre bei Mudersbach. Hier ist eine Absenkung des Wasserstandes zur Durchführung der Maßnahmen ausreichend.

Pressemitteilung: Lahn-Dill-Kreis

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