Jugendarbeitslosigkeit kann nicht einfach hingenommen werden

Rainer Dolle, Geschäftsführer, Arbeit und Bildung e.V. (Foto: vrs)Neue Ideen bei Arbeit und Bildung e.V. - Marburger Sozialverein plant für 2010

„Wir haben 2010 erneut Bildungs- und Beschäftigungsprojekte geplant, die im Marburger Raum und in Mittelhessen zu Recht Aufmerksamkeit verdienen“, resümierte der Geschäftsführer und Pädagogische Leiter von Arbeit und Bildung e.V., Rainer Dolle, den Haushaltsplan für das Jahr 2010.

Zur Beschlussfassung über diese Pläne des neuen Jahres hatten sich die Vereinsmitglieder, Vertreter ortsansässiger Haupt- und Realschulen, Berufsschulen, Volkshochschulen, Jugendberufshilfe und Gewerkschaften in Marburg zusammen gefunden und die neuen Vorhaben einmütig verabschiedet.

Die Geschäftsleitungen, Rainer Dolle und Angelika Funk, verwiesen zunächst erneut auf die schwierige Situation in der Beauftragung der Bildung und Beschäftigung für Arbeitslose auch im Marburger Raum: „40 % unserer Arbeit muss vorher im Rahmen bundesweiter Ausschreibungen gewonnen werden. Da ist man 20 Jahre lang bewährter und anerkannter Träger zur Abhilfe der Jugendarbeitslosigkeit, ist verankert in der Region und bekannt bei den Betrieben und dann riskiert man bei jeder neuen Ausschreibung Hunderte von Plätzen in Ausbildung und Berufsvorbereitung  - zugunsten eines unbekannten Billigkonkurrenten wegen ein paar Cent“, so die nach wie vor kritische Anmerkung des Geschäftsführers Dolle zu der Vergabepraxis der Bundesagentur für Arbeit.

Dennoch erwartet der Verein erneut 2010 einen leichten Zuwachs seiner pädagogischen und sozialen Angebote.

„Im Zentrum stehen nach wie vor unsere bewährten Bildungs- und Beschäftigungsfirmen, die Ausbildungen und nachträglichen Schulabschlüsse, die Beratungen und Vermittlungen für arbeitslose Jugendliche, für Arbeitsuchende sowie langzeitarbeitslose Frauen, für ehemals Suchtkranke, aber auch für arbeitslose Akademiker,  Menschen mit Migrationshintergrund,  arbeitsuchenden Flüchtlinge aber verstärkt auch für alleinerziehende junge Mütter und lernschwache Schüler“, so Angelika Funk.

Die Mitgliederversammlung des Vereins begrüßte die öffentlichkeitswirksam geplanten Highlights: die 3. Marburger Vereinsmesse am 06. März 2010 in der Stadthalle Marburg für alle gemeinnützigen Vereine aus Stadt und Land, und am 10. und 11. Juni 2010 die Tagung zur Schaffung neuer Arbeitsplätze für behinderte Menschen, mit internationalen Vertretern. Zusammen mit der Marburger Fachschule für Sozialpädagogik beginnt der Verein noch im Frühjahr mit der Ausbildung ehemals Arbeitloser zu Erzieherinnen und Erziehern.

Der Vorstand, Marlies Polkowski aus Wetzlar und Dr.Ulf Immelt aus Marburg, dankten insbesondere der motivierten und engagierten 150-köpfigen Belegschaft des Vereines für ihre erfolgreiche Arbeit und erhofften diese auch im neuen Jahr.

Die Mitgliederversammlung nahm anerkennend wahr, dass die Hauptauftraggeber Kreis Marburg-Biedenkopf insbesondere das KreisJobCenter, die Agenturen für Arbeit in Marburg und in der Schwalm, die Stadt Marburg und der Landeswohlfahrtsverband sich um eine Fortführung der Zusammenarbeit auch 2010 bemühen wollen.

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