Autorenarchiv

Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden wird 50

Bernhard Mundschenk (Foto: Handwerkskammer Wiebaden)

Bernhard Mundschenk (Foto: Handwerkskammer Wiebaden)

„Kompetenter Sachwalter der Handwerksinteressen“

Bernhard Mundschenk, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, vollendet am 29. April 2010 sein 50. Lebensjahr. Der gebürtige Mainzer ist seit 1992 in den Diensten der Kammer. Nach seiner Schulzeit und dem Jurastudium in Mainz und Freiburg hat Bernhard Mundschenk nach kurzer Tätigkeit als Anwalt und später als Referent beim Spitzenverband der Baustoffindustrie seine Karriere in der Handwerksorganisation begonnen.

Als Volljurist war er seit 1992 zunächst als Referent der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE) tätig, 1995 wurde er Hauptabteilungsleiter der Handwerkskammer Wiesbaden. Die Vollversammlung der Kammer wählte Mundschenk 1997 zum Geschäftsführer und zehn Jahre später zum Stellvertreter von Hauptgeschäftsführer Harald Brandes.

Der überzeugte und humorvolle Katholik ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mundschenk ist ruhender Pol im herausfordernden Betrieb der für Ober-, West- und Mittelhessen zuständigen Handwerkskammer Wiesbaden, die mit rund 24.500 Mitgliedsbetrieben zu den größten Handwerkskammern Deutschlands zählt. Sein Rat als kompetenter Sachwalter der Interessen des Handwerks ist in der Organisation hoch geschätzt.

Pressemitteilung: Handwerkskammer Wiesbaden

Hypertonie: Prävention zentrales Thema

Wiesbaden, 20.04.2009 (eigener Bericht)  Hypertonie gilt als hauptsächlicher Risikofaktor für zahlreiche Folgeerkrankungen: Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt, Schlaganfall sind nur einige davon. Vor dem Hintergrund dieses Faktums hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) den Bluthochdruck, und dabei insbesondere seine Prävention, in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Kongresses in Wiesbaden gestellt.

Wie Prof. Dr. Kolloch, Vorsitzender der DGIM, im Rahmen einer gestrigen Pressekonferenz in Wiesbaden darlegte, kommt dabei der frühzeitigen Erkennung der Hypertonie zentrale Bedeutung zu: Das von ihm als “Konzept der subklinischen Organschäden” bezeichnete Vorgehen ist mit relativ geringem technischen und zeitlichen Aufwand umsetzbar. So kann bei einer unschwer durchführbaren Blutdruck-Messung an beiden Oberarmen schon eine Seitendifferenz von mehr als 10 mm Hg auf das Vorliegen eines Bluthochdruckes hinweisen. Kolloch plädierte auch für eine breitere Anwendung von Augenhintergrundmessungen, da dabei festgestellte Gefäßveränderungen einen frühzeitigen Indikator für die Hypertonie darstellen. Sie lassen Rückschlüsse auf den Gefäßzustand auch anderer Organe zu und ermöglichen darüberhinaus Verlaufskontrollen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kommt in Kürze: Rezeptpflicht für Paracetamol

Tablets are the most common form of paracetamol.Image via WikipediaBaierbrunn (ots), 15.12.2008 Eines der meistverwendeten Medikamente wird im Jahr 2009 nur noch mit Rezept erhältlich sein: Paracetamol.

Paracetamol: Ein Präparat, das wegen seiner fiebersenkenden und schmerzlindernden Wirkung gerne verwendet wird, zumal es nicht nur als Tabletten, sondern auch in Form von Zäpfchen oder Saftzubereitungen angeboten wird, wird lt. Apothekenmagazin “Baby und Familie 12/2008″ ab dem April 2009 rezeptpflichtig. Die Gründe liegen vor allem in der Tatsache, dass der Wirkstoff in hohen Dosen leberschädigend sein kann. So ist die Wirksamkeit und relativ gute Verträglichkeit von Paracetamol unumstritten, sofern nicht die für gesunde Kinder geltende Tages-Höchstdosis von 60 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht überschritten wird.

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Online-Rat für optimale Zahnpflege bei Kindern

Berlin (ots) 22.07.2008  Viele Eltern sind der Überzeugung, dass die Gesundheit der Milchzähne ihrer Kleinen von untergeordneter Bedeutung sei. Mit dem Argument: “Die fallen ja sowieso aus!” beruhigen sich viele, selbst wenn ihnen Fehlstellungen oder Verfärbungen auffallen. Das kann bei den Kindern zu bleibenden Schäden führen.

Die Zahnärzte kämpfen hier oftmals auf verlorenem Posten. Dabei ist durch zahlreiche umfangreiche Studien einwandfrei nachgewiesen, wie wichtig gesunde Milchzähne für die gesamte Entwicklung der Kinder und einen guten Zustand des späteren bleibenden Gebisses sind. Ganz abgesehen davon, dass der “Gewöhnungseffekt” einer frühzeitigen Erziehung zu regelmäßiger Zahnpflege von ausschlaggebender Bedeutung hinsichtlich späterer Pflegegewohnheiten ist.

Nicht selten glauben Eltern auf Grund unzureichender Kenntnisse der biologisch-komplexen Aufgaben der Milchzähne, dass sich beispielsweise Gebiß-Fehlstellungen etc. im Laufe der Kindheit “auswachsen” und quasi von selbst regulieren.

Es ist jedoch so, dass ein Überbiß, vorstehende Frontzähne und ähnliche Fehlstellungen nicht ohne zahnärztliche Hilfe verschwinden. Rechtzeitige, das heißt frühzeitige Maßnahmen sind hierfür erforderlich.

Unter www.milchzahnseite.de können Eltern, ErzieherInnen und alle sonstigen Interessierten sich nunmehr umfassend über alle Fragen und deren Antworten, die im Zusammenhang mit dieser Thematik auftauchen, informieren. Dabei werden nicht nur allgemeine Ratschläge gegeben, sondern es wird auch darüber aufgeklärt, dass durch regelmäßige zahnärztliche Beobachtung und Kontrolle in vielen Fällen eine spätere kieferorthopädische Behandlung mittels beispielsweise einer Zahnspange vermieden werden kann. Aber auch zu den “kleinenAlltagsfragen” wie Daumenlutschen, Auswahl des richtigen Schnullers, Möglichkeiten des kindgerechtenAbgewöhnens und vielem mehr finden sich zahlreiche gute Tipps.

Der neue Online-Service wird initiiert und angeboten von der “Initiative Kiefergesundheit e.V.”, einem von Kieferorthopäden und Kieferorthopädinnen gegründeten gemeinnützigen Verein.

Infos: www.milchzahnseite.de

Flugangst weitverbreitet

Baierbrunn (ots) 21.07.2008  Fliegen - inzwischen ist es zur einer Selbstverständlichkeit für fast alle von uns geworden. Und dennoch gibt es nicht Wenige, die mit Bauchgrimmen und ungutem Gefühl in die Maschine steigen.

Die “Apotheken-Umschau” ließ eine repräsentative Umfrage (2010 Befragte ab 14 Jahren) durchführen: Erstaunliche drei Prozent der Fluggäste über 14 Jahren leiden lt. dieser Untersuchung unter einer echten, ausgeprägten Flugangst mit intensiven Paniksymptomen. Das sind - man stelle sich vor - fast zwei Millionen Menschen (bei Männern sind es 2,4% gegenüber 3,5% bei den Frauen)!

Die Auswirkungen und Folgen sind für den/die Einzelne(n) teilweise erheblich: Nahezu jeder Elfte gibt an, dass er/sie wegen der mit dem Fliegen verbundenen Ängste noch niemals ein Flugzeug bestiegen habe. Und auch von denen, die per Flugzeug reisen, berichten fast gleich viele von häufigen Unruhezuständen und Nervosität beim Fliegen. Etwa ein Drittel der Deutschen empfindet Fliegen allerdings als entspannend und kennt dabei keine Angstgefühle.

Die Spezialisten empfehlen unbedingt, Flugangst nicht einfach hinzunehmen, sondern sich professioneller Hilfe zu bedienen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Die Airlines sind mit Trainingsprogrammen, aber auch sonst mit Rat und Tat behilflich. Bei extremer Ausprägung von Flugangst sind verhaltenstherapeutische Maßnahmen, u.U. bei speziell für diese Thematik ausgebildeten Therapeuten, erfolgversprechend.

TeleHealth auf der CeBIT 2009

Hannover (ots) 17.07.2008 TeleHealth ist ein zentrales Thema im IT-Bereich und gewinnt zunehmend und in überdurchschnittlichem Tempo an Bedeutung.  Dem trägt die nächstjährige CeBIT in noch größerem Umfang Rechnung.

Nachdem lt. Angaben von Ernst Raue, CeBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe, die auf der diesjährigen IT-Messe angebotenen zwei Veranstaltungstage für die TeleHealth offensichtlich für viele Interessenten zu kurz waren, soll 2009 die Ausstellungsdauer deutlich verlängert werden: Sechs Tage sind geplant.

So sollen zwischen dem 03. und dem 08. März 2009 interessierte Aussteller aus den Sektoren Telemedizin, Healthcare Management sowie Healthcare Project ihre innovativen Entwicklungen für den Gesundheitsmarkt präsentieren können. Um auch Firmen und Anbietern die Teilnahme zu ermöglichen, die nicht über den gesamten Zeitraum in Hannover präsent sein können, plant die Deutsche Messe ein Beteiligungsmodell, das auch eine individuelle Ausstellungsdauer für den einzelnen Aussteller von beispielsweise nur zwei Tagen anbietet.

Wie Raue weiter sagte, ist moderne Medizin heutzutage ohne IT-Technik nicht mehr vorstellbar. Entsprechend soll in der Zukunft das Theme “IT in der Medizin” noch stärker ausgebaut werden und die TeleHealth an Bedeutung gewinnen.

2009 sollen darüberhinaus die TeleHealth, Future Parc und Public Sector Parc erstmalig gemeinsam in Halle 9 organisiert werden. “Durch die Zusammenführung der drei Bereiche - Gesundheit, Verwaltung und Forschung - schaffen wir wichtige Synergien, die unseren Ausstellern und Besuchern gleichermaßen zu Gute kommen”, betonte Raue.

Parallel findet am 05.03.2009 und am 04.03.2009 in Hannover der Fachkongress der TeleHealth statt, der von Messebesuchern kostenfrei genutzt werden kann, um sich Anregungen und Informationen für Ihre Geschäftsaktivitäten zu holen und sich über zukünftige Entwicklungen eingehend zu informieren. Es werden zahlreiche Vorträge, Symposien, Workshops angeboten, die den im medizinischen Bereich ärztlich, pflegerisch, verwaltungsmäßig oder als Anbieter Tätigen umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen.

Neues über die Zuzahlungen in Apotheken

Planegg (ots) 08.07.08 Viele von uns dürften die Erfahrung schon gemacht haben: Beim Medikamentenkauf in der Apotheke ist die Zuzahlung zwar nicht höher, dafür jedoch wieder mal häufiger geworden.

Auch den Apothekern ist es nicht angenehm: Erneut wurden etwa 3500 bisher ohne Zuzahlung erhältliche Medikamente auf Grund der von den Krankenkassen gesenkten Erstattungsgrenzen zuzahlungspflichtig. Lediglich, wenn die Abgabepreise der Arzneimittel 30 Prozent unter den festgelegten Beträgen liegen, entfällt für den Patienten die Zuzahlung.

Es ist daher empfehlenswert, in der Apotheke ganz direkt nach dem preisgünstigsten Medikament einer Arzneimittelgruppe zu fragen. Der Apotheker kennt seine Produkte und weiß, ob die Qualität des sog. Generikums mit der eines Originalpräparates vergleichbar ist.

Digitale Spiegelreflexkameras im Test

München (ots) 12.06.2008  Alle, die vor der Frage stehen, welche aus dem Riesenangebot an digitalen Spiegelreflexkameras für sie die richtige sein könnte, wissen um die Problematik: Die Entscheidung ist wirklich schwierig. Eine Hilfe könnte der Test sein, den das Magazin für digitale und analoge Fotografie, “Color Foto”, mit 29 Kameras in vier Preisklassen durchgeführt hat.

Die Preise im Markt für digitale Spiegelreflexkameras bewegen sich in weiten Grenzen: Ab ca. 400 Euro sind sog. Einsteigermodelle erhältlich, die obere Preisklasse beginnt bei 4000 Euro. “Color Foto” hat nun 29 Kameras getestet, wobei die Modelle in vier Preiskategorien unterteilt wurden: unter 500 Euro, bis 1000 Euro, bis 2500 Euro sowie 4000 bis 7500 Euro. Die Testergebnisse der aufwändigen Untersuchung sind in der neuen Ausgabe 7/2008 des Magazins veröffentlicht.

In der untersten Preisklasse wurde die Nikon D40 (Sechs-Megapixel, Preis um die 420 Euro) Testsieger. Zentraler Pluspunkt war hier die beste Bildqualität im direkten Konkurrenzvergleich. Bei der Beurteilung der Handlichkeit überzeugten die Olympus E-410 (Preis: etwa 350 Euro) und das neuere Modell E-420 für rund 400 Euro, wobei beide Kameras über einen Zehn-Megapixel-Sensor verfügen.

In der nächsthöheren Preiskategorie erhielten sowohl die Canon EOS 450D (Preis um die 650 Euro), als auch die Nikon D80 (Preis ebenfalls etwa 650 Euro) das Prädikat “Kauftipp Preis/Leistung”. Die Canon EOS 40D wird von “Color Foto” in dieser Preisklasse ebenfalls positiv bewertet. Ihr wird neben einem sehr guten Gehäuse auch ein benutzerfreundliches Bedienerkonzept bescheinigt; allerdings liegt diese Zehn-Megapixel-Kamera auch schon bei einem Preis von etwa 980 Euro.

Bei den Apparaten, deren Anschaffung so richtig schön ins Geld gehen kann, wurden die Nikon D300 (Preis ca. 1650 Euro) und die Fujifilm Finepix S5 Pro (Preis um die 1400 Euro) auf Grund ihrer hervorragenden Bildqualität von ISO 100 bis ISO 1600 sehr positiv getestet.

Wer sich mal so richtig was Teures leisten möchte, der ist lt. “Color Foto” mit der Canon EOS 1Ds Mark III für etwa 7500 Euro gut bedient.  Allerdings ist der qualitative Abstand im Test zur Nikon D3 (Preis etwa 4900 Euro) nur recht knapp.

Strafanträge bei Steuerdelikten häufig nicht korrekt!

Freiburg (ots) 06.06.2008  Das Fachmagazin “SteuerConsultant” schreibt in seiner neuen Juni-Ausgabe, dass zahlreiche Strafanträge in Steuerstrafverfahren unrichtig sind.

Bedenkt man, dass das Strafmaß in einem Steuerstrafverfahren in starkem Umfang von der Höhe der Steuerverkürzung abhängig ist, gewinnen die entsprechenden Berechnungen der zuständigen Behörden eine erhebliche Bedeutung. Lt. “SteuerConsultant” werden die entsprechenden Angaben jedoch häufig ohne Überprüfung von der Staatsanwaltschaft aus den Unterlagen der Steuerbehörde übernommen.

Wie “SteuerConsultant” weiter schreibt, müssen nicht nur Zahlungen und Steueranrechnungsbeträge, die schon geleistet wurden, grundsätzlich bei der Berechnung berücksichtigt werden. Zudem sind Finanzamts-Schätzungen strafrechtlich nur in eingeschränktem Umfang als Basis zu verwerten. Und bei Verfahren, in denen es “nur” um verspätete Abgabe der Steuererklärung geht, ist maßgeblicher Gegenstand nicht der Steuerbetrag, sondern der eingetretene Zinsschaden auf Grund der verspäteten Zahlung.

Daher sollte jeder Betroffene bei Steuer-Strafanträgen kritisch prüfen, ob die verkürzte Steuer korrekt hinsichtlich ihrer Höhe berechnet wurde.

Kliniken und niedergelassene Ärzte: Kooperation oder Konkurrenz ?

Frankfurt/Main (ots) 30.05.2008  So neu ist das - international gesehen - nun gerade nicht: zunehmend erhalten Kliniken das Recht, Patienten in speziellen Fällen ambulant zu behandeln. Dennoch beunruhigt diese Entwicklung die niedergelassenen Ärzte. Die Furcht geht um, man könne Patienten an die Krankenhäuser verlieren.

Wenn man Dr. R.S., einen gestandenen Landarzt im hessischen Westerwald, auf den für die Behandlungs-Szenerie in Deutschland neuen Trend anspricht, schießen Blitze über den Rand seiner Lesebrille… Und dann bricht das Donnerwetter los: Eine Schweinerei sei das, die Niedergelassenen hätten sowieso existentielle wirtschaftliche Sorgen, das könnten wieder nur die am Grünen Tisch beschlossen haben, die von nichts eine Ahnung hätten, die Kliniken seien schon seit Jahren dran, in den ambulanten Bereich einzubrechen, die KV (Kassenärztliche Vereinigung) sehe nur tatenlos zu, wie das durchgedrückt werde und, und, und.

“Das” ist die seit etwa sechs Monaten bestehende Möglichkeit, dass Krankenhäuser auch nichtstationäre Behandlungen durchführen dürfen. Allerdings: Nur spezialisierte Leistungen, und nur auf genehmigungspflichtigen Antrag. Insbesondere bei onkologischen Krankheitsbildern (Krebserkrankungen) scheint diese Neuerung im Interesse der Patientinnen und Patienten sinnvoll. Denn gerade hier sind erstens die therapeutischen Innovationen vielfältig und zweitens Behandlungsfehler in der Regel nicht reparabel.

Ganz klar: die Befürchtungen der niedergelassenen Ärzte sind nachvollziehbar, stehen sie doch in vielerlei Hinsicht seit Jahren unter Druck und zunehmenden ökonomischen Zwängen. Und die Alltagsarbeit in den Praxen ist, wie jeder, der die Materie kennt, weiß, nicht gerade ein Zuckerschlecken: Zeitdruck, Patientenansprüche, zunehmende Verwaltungsarbeit und eine Fülle weiterer Sorgen machen die Tätigkeit in einer Arztpraxis durchaus nicht zu einem reinen Vergnügen. Trotzdem erscheint aus Patientensicht und - so ganz nebenbei - auch nach Meinung der Kostenträger die Einbeziehung der Kliniken in die medizinisch-ambulante Betreuung angebracht, zumal insbesondere im hausärztlichen Bereich immer mehr Versorgungslücken auf Grund des sog. Ärztemangels auftreten.

Klug scheint es jedenfalls zu sein, wenn die betreffenden Krankenhäuser auf Kooperation statt auf Konfrontation setzen. So sagt Harald Stender, Geschäftsführer des Westküstenklinikums Heide: “Eine unserer ersten Fragen direkt nach der Zulassung war: Wie beziehen wir die niedergelassenen Ärzte in die Leistungserbringung ein?” Sein Haus erhielt Ende 2007 als eines der ersten in Deutschland zehn Zulassungen für hoch spezialisierte Leistungen.

Stender referiert über seine Erfahrungen hinsichtlich Antragstellung und Umsetzung, insbesondere im Fach Onkologie, auf der vom 12. bis 14. August 2008 in Köln stattfindenden IIR-Konferenz mit dem “eingängigen” Namen “§ 116b SGB V”. Das nördlichste Bundesland, Schleswig-Holstein, hat als bisher einziges Anträge wie die des Klinikums Heide positiv beschieden. Die dortige KV setzt auf ein Vermeiden der nach Meinung von Beobachtern drohenden Konkurrenz zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Anträge von Kliniken, die noch nicht abschließend im Hinblick auf Interessenkonflikte mit niedergelassenen Ärzten geklärt werden konnten, wurden lt. Bianca Hartz, die die Abteilung Zulassung und Praxisberatung bei der schleswig-holsteinischen KV leitet, zurückgestellt. Auch sie wird auf der erwähnten Konferenz in Köln von ihren Erfahrungen berichten.

Bleibt festzuhalten, dass eine schleichende Ausweitung der ambulanten Patientenversorgung durch Kliniken, wie sie von vielen Vertretern der niedergelassenen Ärzte befürchtet wird, für die hart arbeitenden Mediziner ein unter Umständen Realität werdendes Gespenst darstellt; es wäre nicht das erste Mal, dass für einen Berufsstand der Mittelschicht die Luft zum Leben dünner würde.

Politik
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Gesellschaft
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    18. August 2011 | 10:10

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